Warum eine leere Immobilie besser verkauft, worauf Käufer achten und wie Sie die Räumung effizient organisieren.
Wer ein Haus verkaufen will, steht früher oder später vor der Frage: Was passiert mit dem ganzen Inventar? Alte Möbel, jahrzehntelanger Hausrat, Keller voller Werkzeug, Dachboden mit Kisten – all das muss irgendwie weg, bevor der Notar den Kaufvertrag beurkundet. Doch lohnt sich eine professionelle Entrümpelung wirklich? Und was ist dabei zu beachten?
Es klingt simpel, hat aber einen echten Effekt: Leere oder gut präsentierte Häuser erzielen höhere Kaufpreise und verkaufen sich schneller als vollgestellte Immobilien. Das hat mehrere Gründe:
Praxistipp: Beauftragen Sie die Entrümpelung rechtzeitig – mindestens 4–6 Wochen vor dem geplanten ersten Besichtigungstermin. So haben Sie genug Zeit, eventuelle Probleme zu lösen und das Haus für Fotos vorzubereiten.
Im Idealfall wird das gesamte Haus leergeräumt – also alle Zimmer, Keller, Dachboden, Garage und Nebengebäude. Doch nicht immer ist das notwendig oder möglich. Hier eine realistische Einschätzung nach Bereichen:
Möbel, die zum Haushalt des Verkäufers gehören, sollten vollständig raus. Ausnahme: Einbauküchen, Einbauschränke oder Möbel, die der Käufer explizit übernehmen möchte – das lässt sich im Kaufvertrag regeln. Nichts wirkt abschreckender auf Käufer als ein persönliches Inventar, das den Raum dominiert.
Keller sind häufig das größte Problem – jahrzehntelang aufgesammelter Hausrat, Werkzeug, Altlasten. Selbst wenn Käufer „das Zeug" übernehmen würden: Es ist fast immer besser, einen leeren Keller zu präsentieren. Der Partnerb etrieb kümmert sich auch um Sondermüll und schwierige Zugangsverhältnisse.
Auch hier gilt: Leer ist besser. Ein leerer Dachboden zeigt dem Käufer das tatsächliche Raumvolumen und eventuelle Ausbaumöglichkeiten. Ein vollgestopfter Dachboden lässt dagegen keine Einschätzung der Substanz zu.
Altöl, Werkzeug, Reifen – all das muss fachgerecht entsorgt werden. Was zu Preissenkungen führt: Käufer, die eine vollgestellte Garage sehen, rechnen mit erheblichen Entsorgungskosten und kalkulieren das in ihrem Angebot ein.
Eine häufige Frage ist, ob man vor der Entrümpelung noch einmal durch alle Räume gehen und persönliche Wertgegenstände heraussuchen sollte. Die Antwort ist klar: Ja, unbedingt – aber nur das, was wirklich Wert hat oder emotional wichtig ist.
Was sich beim Durchsuchen lohnt:
Was Sie getrost unserem Team überlassen können: alten Hausrat, beschädigte Möbel, abgenutzte Elektrogeräte, Garteninventar, Kleidung aus den letzten Jahrzehnten. Unser Team bewertet Wertgegenstände auf Wunsch und rechnet diese gegen den Entrümpelungspreis an – das kann die Kosten deutlich senken.
Wichtig: Wertgegenstände, die Sie nicht selbst einschätzen können – alte Gemälde, Möbel aus der Gründerzeit, DDR-Antiquitäten – sollten vor der Entsorgung von einem Experten bewertet werden. In Thüringen gibt es oft unerwartete Schätze in alten Häusern.
Die Kosten für eine vollständige Hausräumung hängen von Größe, Füllgrad und dem Vorhandensein von Sondermüll ab. Richtwerte für Thüringen:
Diese Kosten müssen ins Verhältnis zum potenziellen Mehrerlös gestellt werden. Studien zufolge kann eine professionell präsentierte leere Immobilie 5–15 % mehr erzielen als eine vollgestellte – bei einem Hauspreis von 180.000 € entspricht das 9.000 – 27.000 € mehr. Die Kosten der Entrümpelung amortisieren sich damit in den meisten Fällen mehrfach.
In der Regel trägt der Verkäufer die Kosten. Allerdings gibt es steuerliche Aspekte zu beachten: Die Entrümpelungskosten können als Veräußerungskosten steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Hausverkauf steuerpflichtig ist (z.B. bei Verkauf innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung ohne Eigennutzung). Ein Steuerberater kann hier im Einzelfall beraten.
Manchmal ist auch Folgendes möglich: Der Käufer übernimmt das Inventar – oder zumindest Teile davon – und zahlt dafür entweder einen reduzierten Kaufpreis oder übernimmt die Entsorgungskosten selbst. Das lässt sich im Kaufvertrag individuell regeln.
Eine realistische Planung für den Hausverkauf sieht so aus:
Professionelle Hausräumungen vor dem Verkauf in ganz Thüringen. Kostenlos, unverbindlich, mit Festpreisgarantie.
Jetzt kostenlos anfragen →Rechtlich gesehen nicht immer, aber es ist fast immer sinnvoll. Eine leere oder gut präsentierte Immobilie erzielt in der Regel höhere Preise und verkauft sich schneller. Käufer können sich besser vorstellen, wie sie das Haus nutzen wollen, wenn es leer ist.
In der Regel trägt der Verkäufer die Kosten. Diese können aber bei der Einkommensteuer als Werbungskosten oder als Veräußerungskosten angesetzt werden. Manchmal übernimmt auch der Käufer die Kosten oder man verhandelt darüber im Kaufpreis.
Das hängt stark vom Umfang ab. Ein normales Einfamilienhaus kann in ein bis drei Tagen geräumt werden. Bei sehr vollen Häusern oder besonderen Umständen (z.B. Todesfall) kann es länger dauern. Nach der Kostenlose Besichtigung vor Ort erhalten Sie einen genauen Zeitplan.
Ja. Wir bewerten Wertgegenstände auf Wunsch vor der Räumung. Antiquitäten, hochwertige Möbel oder Sammlerstücke werden angerechnet und können den Entrümpelungspreis deutlich senken oder sogar zu einer kostenneutralen Räumung führen.